von Jürgen Wertheimer
„Können wir Krieg?“ , „Sind wir Kriegstüchtig“, ist dies „der letzte Sommer im Frieden?“ Mit einem mal sind sie da. Diese Sätze, die künftige Kriege nicht nur prognostizieren, sondern auch vorbereiten. In Ihrem Gefolge fließen Milliarden in Rüstung. Dabei weiß jeder: Waffen wollen letztendlich verwendet werden.
Ceasefire, Waffenstillstand ist alles worauf man noch hofft.
Auch hier ist der Meister zu zitieren: Trump über den Nahen Osten: „Dort heißt Waffenruhe, dass man weniger heftig schießt.”
Ich fürchte, er hat mit dieser für seine Verhältnisse geradezu differenzierten Aussage nicht ganz Unrecht. Wenn nicht alles täuscht, werden wir uns nicht nur im nahen Osten, sondern weltweit an diesen Zustand gewöhnen müssen. Der Zustand, der bestand, bevor die großen warlords glaubten eingreifen zu müssen. Niemand kann damit glücklich und zufrieden sein, das ist auch nicht die entscheidende Frage. Die alleinige Frage für mich ist: So lange „weniger heftig geschossen wird“, wird weniger häufig gestorben.
Mit Annexion zu drohen ist eine Sache. Sie zu starten eine andere. Wir sollten den Zustand des “noch nicht”, auch wenn es noch so brenzlig ist, so lange wie irgend möglich bewahren. Und verhindern, dass der erste Schuss, der die Kettenreaktion in Gang setzt, überhaupt fällt.
Wie? Dazu bald mehr.

Der blutige Waffenrock des Thronfolgers
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