
Projekt Cassandra:
Literatur als Frühwarnsystem
Projekt Cassandra wurde ins Leben gerufen, um Literatur als Wissensressource ernst zu nehmen. Die Literatur ist das größte Archiv der Welt: ein einzigartiges Speichermedium menschlicher Erfahrungen. Sie ist sogar in der Lage, auch Unausgesprochenes darzustellen: Ob verborgene Befindlichkeiten von Individuen oder kollektive Gefühle und Mentalitäten – der Literatur gelingt es immer wieder, die wichtigen, aber oft schwer greifbaren Untiefen und Unterströmungen komplexer Gesellschaften in anschauliche Erzählungen und Bilder zu fassen.
Literatur und Resilienz:
Das Recht, nicht überrascht zu werden
Die Literatur spielt alle Möglichkeiten im Voraus durch – und kann uns dadurch erfahrener, widerstandsfähiger machen. In den Worten des israelischen Autors David Grossman: „Man wird weniger leicht zum Opfer.“
Es kommt darauf an, genau hinzuschauen: Je früher man eine Gefahr erkennt, desto größer ist der Handlungsspielraum, um ihr zu begegnen. Die genaue Lektüre literarischer Texte und die aufmerksame Beobachtung ihrer Rezeption ermöglichen es, gesellschaftliche Bruchzonen und Konfliktlinien frühzeitig zu erkennen.
Projektleiter Jürgen Wertheimer, Professor für Internationale Literatur, beschäftigt sich bereits seit den 1980er Jahren mit der Frage, wie sich gesellschaftliche Stimmungen und Gefühle in literarischen Texten niederschlagen – und wie umgekehrt auch literarische Texte in die Gesellschaft hineinwirken und bestimmte Entwicklungen verstärken können.
Kontakt
juergen.wertheimer@gmail.com
Telefon +49 170 5892013
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