von Jürgen Wertheimer
Niemand wird bestreiten, daß NATO Generalsekretär Mark Rutte ein Segen für Europa ist. Ich bin dieser Niemand. Rutte ist kein Glücksfall, sondern bei etwas genauerer Betrachtung der Totengräber eines Europa jenseits der EU.
Wer Trump noch immer zu umgarnen versucht, wer mit ihm einen deal aushandelt, hat hat noch immer nicht begriffen, mit wem er es zu tun hat. Wer mit einem notorischen Betrüger und Schwindler zu verhandelt, hat verloren bevor er damit beginnt: D. Trump hat hinreichend Hin – und Beweise geliefert, daß er diesem Typus zuzuordnen ist .
In der nahezu Nostalgischen TV Serie „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“ wird dieser skrupellose Typus in extenso wieder und wieder vorgeführt. Man warnt vor ihm, seinen Tricks, seiner Abgebrühtheit.
Meist sind es naive, bedauernswerte Gemüter, die auf ihn hereinfallen und ihrer kleinen Ersparnisse beraubt werden. Die Polizei regt dazu, sich bei leisesten Zweifeln auf noch so verlockende Versprechungen gar nicht erst einzulassen und die Türe zu schließen.
Hier allerdings endet der Vergleich: Trump, verspricht nichts, verführt nicht – er pöbelt , droht, beleidigt, —- und dennoch lassen sich gestandene, erfahrene Diplomaten und Politiker auf ihn ein. Wie eigenartig ist das denn? Sonst extrem auf Form und Höflichkeit gepolt, strecken sie im Fall des größten Provokateurs die Waffen und rollen statt dessen den roten Teppich geschmeidiger Diplomatie aus. Und versuchen mit dem Dealer zu dealen. Man feiert die kleinste Minderung seiner Raubgelüste bereits als großen Erfolg. Keine absurden Strafzölle- kollektiver Jubel. Nur ein Stück Grönland : zufriedenes Abnicken – ach so!
Ein interessanter Vertrag mit einem Hai, der vorgibt, sich mit einem Arm und einem Bein statt dem Ganzen zu begnügen. Wie naiv kann man sich stellen, um solch einen Teufelspakt als Triumph der Diplomatie zu feiern. Als ob nicht jeder wüßte, wenn ein windiger Vertreter einmal den Fuß in der Türe hat, wirst Du ihn nicht mehr los.
Abgesehen davon: selbst wenn Trump sich mit ein paar Militärbasen auf Grönland begnügen sollte – sieht man nicht, daß man die Gefahr für die Bewohner dieser Insel dadurch vergrößert, statt sie zu verringern . Grönland als Waffenarsenale der US. Vielleicht auch bald Russlands… Ein zweites Kaliningrad bahnt sich an.
Nein, man sollte Rutte nicht für sein vermeintliches diplomatisches Husarenstück feiern. Der Generalsekretär , einst Teflonmann , jetzt Schleimspur Europas tut dem fragilen Kontinent mit dem stückweisen Ausverkauf seiner Gebiete und Interessen keinen Gefallen. Er motiviert Trump und andere Aggressoren allenfalls zu weiteren Zumutungen und Übergriffen Weltweit. Wenn man Angst davor hat und derzeit „Öl ins Feuer zu giessen“ und Angreifer. Zu verärgern wird man sein blaues Wunder erleben . Hier ein „Stückchen Eis“ (allein dieser Ausdruck von Trump sollte alarmieren) , dort ein Stückchen ukrainische Bodenschätze, oder der Plan einer Riviera in Gazaland — macht nur so weiter, ihr Meisterdiplomaten und feiert Euch für diese Art der Befriedung , des Abbaus von Konflikten. Verkauft Euch/uns weiter wie den Hafen von Piräus. Aber wundert Euch nicht, wenn Euch Europa peu a peu unter den Händen zerrinnt und zu einem Wühltisch verkommt, aus dem sich die Mächtigen der Welt sich schamlos bedienen.
Als ob nicht jeder ahnte, daß es derzeit nur eine Chance für Europa gibt: den Annektionsgelüsten die kalte Schulter zu zeigen und stolz wie Grönländer zu sagen: Europe is not for sale.
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