von Jürgen Wertheimer
Jetzt wissen wir es noch genauer: das TACO -Trump Always Chickens Out-Prinzip ist Methode. Aber natürlich nicht ohne Gewinn für ihn. Dazu ist er zu dummschlau. Bei Verhandlungen erratisch erscheinen, alle in Schrecken versetzen, um dann in letzter Sekunde einzulenken – und an der Börse sich dabei eine goldene Nase zu verdienen, weil dann plötzlich die Aktien in die Höhe schnellen. Though this be madness, yet there is method in it. Der Kapitalismus hustet ein wenig und atmet erleichtert auf, nachdem den Massen das Geld aus der Tasche gezogen ist und ganze Städte in Schutt und Asche gelegt sind.
Ach ja: nicht zu vergessen die Internet-Wetten, die noch zu wenig beachtet werden, wo jeder Schachzug des Irren im Weißen Haus den Einsatz vervielfachen kann. Menschenleben interessieren nicht, alles ein großes Glücksspiel. Ist der Mensch da noch Mensch, wo er mit anderen Leben spielt? Und was ist der Mensch, der nur noch Spielball ist? Eine irre Welt, die Welt von heute.
Andererseits, wie war Adornos Antwort auf den Kommentar eines Journalisten, gestern schiene die Welt noch in Ordnung – „Mir nicht.“ Es ist wohl wahr: Verrückte haben in der Spieltheorie der Verhandlungsführung klare Vorteile … Und manchmal reicht es sogar, verrückt zu erscheinen. Aber tatsächlich hat T natürlich immensen Schaden angerichtet, auch bei sich selbst. Denn die MAGA-Fanbase will keinen Krieg und strebt nach amerikanischem Isolationismus. Da hat Trump nun politische Probleme an der Heimatfront. Finanziell hat es sich aber bestimmt gelohnt.
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