Annexionen und Übergriffe 7

Polen, Ungarn, Tschechien und das Baltikum – Europas labiler Osten ist fest eingespannt in die Kraftfelder zwischen Westeuropa und Russland. Länder in diesen ideologischen und kulturellen Bruchzonen unterliegen einem permanenten Stresstest. Es ist ein Ringen um Zugehörigkeit, das zu ideologischen Konflikten, separatistischen Stimmungen und toxischen Nationalismen führt.

Wie wird Identität in diesen Grenzregionen verhandelt? Und wie sezieren Literatur und Publizistik die Schatten der Vergangenheit, um aktuelle Machtstrukturen zu verstehen?

In dieser Matinee geht Jürgen Wertheimer diesen Fragen nach und wirft einen Blick auf die Mechanismen, die unsere europäische Nachbarschaft prägen. Zu Gast ist die preisgekrönte polnisch-deutsche Autorin und Publizistin Magdalena Parys. Als scharfsinnige Beobachterin und „Pendlerin zwischen den Welten“ – bekannt durch Romane wie „Der Magier“ und ihre Arbeit für internationale Medien – analysiert sie die aktuellen ideologischen Konflikte. Im Gespräch mit Jürgen Wertheimer geht es somit auch um die Verteidigung demokratischer Werte und die Kraft der Literatur gegen das Vergessen.

Die Moderation des Vormittags übernimmt Dr. Bernd Villhauer vom Weltethos-Institut, der die Brücke zwischen philosophischen Grundsatzfragen und realpolitischen Herausforderungen schlägt. Für die künstlerische Begleitung sorgt Wortakrobat Helge Thun, der das komplexe Thema mit gewohntem Tiefgang und einer Prise Humor flankiert.

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