Häufige Fragen – Projekt Cassandra: Krisenprävention mit der Hilfe von Literatur
Was ist die Vision von Projekt Cassandra?
Eskalationen und Kriege durch frühzeitige Intervention zu verhindern.
Warum der Name „Cassandra“?
Manche denken dabei zunächst an die Unheilsbotin aus der griechischen Mythologie, deren Warnungen niemand glaubte. Doch genau darin liegt der Punkt: Das Unheil geschieht nur dann, wenn man nicht auf die Warnungen hört.
Seit wann existiert das Projekt, und wie hat es sich entwickelt?
Der Ursprung liegt in den Bosnienkriegen der 1990er-Jahre. Seither beobachten wir rund um die Uhr, wo sich Konflikte zusammenbrauen könnten.
Wie ist das Projekt organisiert – gibt es mehrere Außenposten, und wie hängen diese zusammen?
Ja, es gibt mehrere Außenposten, unter anderem in Kanada, Breslau und Bukarest. Sie fungieren gewissermaßen als unsere Antennen und Informanten in der Welt.
Wer leitet das Gesamtprojekt, und wer ist beteiligt?
Leitung: Dr. Jürgen Wertheimer
Freier Mitarbeiter: Florian Rogge
Außenposten
– Polen: Dr. Monika Wolting
– Bukarest: Dr. Horatiu Decuble
– Kanada: Dr. Julia Pörtner, Cornelia Lorenz
Ist das Projekt an eine bestimmte Institution angebunden?
Es besteht eine lose Anbindung an das Weltethos-Institut. Letztlich versteht sich das Projekt aber als frei, unabhängig und autonom.
Gibt es bereits Publikationen oder Ergebnisse aus dem Projekt?
Neben den Büchern von Prof. Wertheimer (z.B. Sorry Cassandra! Warum wir unbelehrbar sind) entstand eine Reihe von Reports für die NATO, die Bundeswehr sowie verschiedene Ministerien und Unternehmen.
Gibt es Links zu Interviews mit Prof. Wertheimer?
https://www.projekt-cassandra.org
https://languages.acadiau.ca/project-cassandra.html
Was ist eine „Emotion Map“, und wie wird sie methodisch erstellt?
Sie entsteht auf Basis einer Vielzahl erfasster und skalierter Daten. Die Emotion Map zeichnet auf, in welchen Zonen sich Veränderungen abzuzeichnen beginnen, und hebt den jeweiligen Gefährdungsgrad farblich hervor.
Welche Literatur wird ausgewählt? Was wird untersucht?
Der besondere Reiz des Projekts liegt gerade darin, dass keine Auswahl getroffen wird. Gesammelt werden Texte quer Beet – Belletristik ebenso wie Trivial- und Unterhaltungsliteratur, Science-Fiction und Krimis. Aus der Summe der Daten ergeben sich Muster, die Hinweise liefern.
Wie kann man sich am Projekt beteiligen?
Möglich sind zum Beispiel Spenden oder Rückmeldungen zum Projekt.
An wen kann man sich bei Interesse an einer Zusammenarbeit wenden?
An Prof. Wertheimer (juergen.wertheimer@gmail.com)